Direkt zum Hauptbereich

Großmutter Brief an Bruno


NS-Deutschland, Berlin                                                                                                                        17.5.1944

Lieber Bruno,
Ich habe deinen Brief bekommen. Ich rate dir auch wenn es dir in Auschwitz nicht so gut gefällt, solltest du wenigstens etwas gegen die Langeweile finden, Langeweile ist nervig oder? Auf die Frage „Warum ich an Weinachten einfach gegangen bin“ will ich dir folgendes erzählen. Also das hängt damit zusammen, dass dein Vater jetzt „Kommandant“ ist. Dein Vater, nun ja wie soll ich das sagen, muss als „Kommandant“ bestimmte Aufgaben übernehmen. Die Meisten sind sehr schmutzige Aufgaben, gegen die ich strikt dagegen bin. Du denkst jetzt bestimmt, dass er Dreck anfassen muss, aber nein, ich meine Aufgaben, die schrecklich sind und ich glaube, dass es meine Schuld ist, dass dein Vater so geworden ist, Bruno. Ich will dir jetzt nicht mehr darüber erzählen. Du bist schon neun aber diese Sachen zu lesen, sollten eigentlich nur die Älteren. Bruno, weißt du dieser „Furor“ ist ein sehr schlimmer Man und dein Vater arbeitet für ihn und tut was er verlangt. Er ist sehr stolz darauf, wie auch dein Großvater, aber ich sehe kein Funken Vernunft hinter dieser Ideologie, die dieser „Furor“ verfolgt. Vielleicht hast du das Wort schon Mal in der Schule gehört. Ist jetzt auch egal, du weißt jetzt, dass ich gegen dieses brutale Vorgehen bin und dass ich deswegen am Weihnachtsabend gegangen, bin ohne mich zu verabschieden. Ich hoffe du verstehst mich. Du bist bestimmt verwirrt, was diese Mauer vor deinem Zimmer ist. Nun ich weiß nicht viel, aber Auschwitz ist ein Konzentrationslager.                                                                                                                                                            Dort werden Menschen … naja … . Vielleicht, wenn du etwas größer bist, kann ich dir das erzählen oder wenn du mich mal Besuchen kommst.
Ich vermisse dich Bruno, ich hoffe wir können zusammen noch eine Aufführung machen. Ich hätte da schon eine Idee, wie dein Kostüm aussehen könnte, natürlich mit Krone und Sperr.
Eine letzte wichtige Sache, die ich dir sagen muss, ist, dass du diesen Brief niemanden geben darfst! Sonst bekommst du und ich großen Ärger. Das bleibt also unser Geheimnis Bruno, OK?

Liebe Grüße deine Oma

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Brunos Brief an Großmutter (Freundschaft mit Schmuel)

Polen, Aus-Wisch                                                                                                                    20.5.1943 Lieber Großmutter, ich muss dir etwas erzählen, ich habe einen neuen Freund in Aus-Wisch gefunden, sein Name ist Schmuel. Wir sind uns ganz schön ähnlich, wir sind sogar am selben Tag geboren. Dass wir Freunde sind habe ich aber noch keinem gesagt, da mein neuer Freund auf der anderen ...

Brunos Meinung zu Umzug

Bruno: „Ich wollte gar nicht umziehen, in Berlin gefiel es mir sehr gut. Dort hatte ich Freunde und Verwandte, dass Leben dort war sehr farbenfroh und fröhlich. Dann mussten wir umziehen noch Aus-Wisch. Eine sehr trostlose Gegend, leblos und einsam ohne Freunde ohne Verwandte ohne farbenfrohe Landschaften, die wenigstens etwas an diesen Ort schön gemacht hätten. Nur eine große Mauer, die vor meinem Zimmer steht. Dahinter Leute in gestreiften Pyjamas, die groß und klein, alt und jung waren. Meine große Schwester findet sie schauderhaft, dazu gehören auch die Kinder, die sich oft in Reihen aufstellen müssen. Ich hoffe wir ziehen so schnell wie möglich wieder nach Berlin, denn hier gefällt es mir nicht.

Kapitel 20 Zusammenfassung

Überschrift für Kapitel 20 Kapitel: " Letztes Kapitel " Aufgabe 1:  Personen: Brunos Vater, Brunos Mutter, Gretel, Soldaten Aufgabe 2: Inhalt Bruno wird seit dem Tag, an dem sich die Türen der Kammer geschlossen haben, überall gesucht, aber nicht gefunden. Brunos Mutter hat die Hoffnung, dass Bruno sich alleine bis nach Berlin durchgeschlagen würde und zieht deswegen mit Gretl nach Berlin zurück, doch dort findet sie ihn nicht. Nach einem Jahr geht Brunos Vater zu der Stelle am Zaun und denkt nochmal nach, was passiert sein könnte und sieht dabei auch, dass der Zaun nicht richtig befestigt wurde, so dass ein kleiner Junge untendrunter durchkriechen könnte. Nachdem Brunos Vater dies klar wurde, war ihm egal was mit ihm passieren wird. So geschieht es, dass eines Tages Soldaten kommen und Brunos Vater mitnehmen.